Brüche und Brücken

Mediales Erzählen zum Wandel von Industriekultur und Arbeitsbiografien in Königstein

Fotoalbum Wismut Königstein

Von September bis November 2022 erwartet Teilnehmer:innen in und um Königstein ein vielfältiges Programm zum Thema Wandel von Industriekultur und Arbeitsbiografien vor und nach der politischen Wende in der DDR. 

Mit einer Einführung ins journalistische Arbeiten rund ums Schreiben und Fotografieren geht’s am zweiten Septemberwochenende los, bevor wir uns mit Zeitzeugen über das Thema Arbeitsalltag und -kultur vor und nach der Wende austauschen. Wie waren die Arbeitsbedingungen im Uranabbauunternehmen Wismut? Wie und zu welchen Anlässen feierte man in der Papierfabrik (Louisenthal) oder wo konnte man Urlaub machen, wenn man im VEB Linoleumwerk Kohlmühle arbeitete? Dazu können wir auch unseren eigenen heutigen Blick auf das Thema einfließen lassen. 

Am zweiten Oktoberwochenende werden wir uns, als wichtigen Teil unserer Recherche, die ehemaligen Arbeitsplätze mit unseren Zeitzeugen ansehen und schauen, wie sie den gesellschaftlichen und ökonomischen Wandel gemeistert haben und mit welchen Problemen sie gekämpft oder welche Chance sie genutzt haben. An diesen beiden Wochenenden können sich die Teilnehmer:innen unter fachkundiger Anleitung als Bürgerjournalisten ausprobieren.

Am ersten Novemberwochenende werde wir die Ergebnisse der Recherche als Text- und Bildgeschichten in einer Ausstellung, einem Blog oder Zeitungsartikel, als Podcast oder Videobeitrag online und in der Werkstatt 26 des Weltbewusst e.V. öffentlich präsentieren und diskutieren, welche positiven und negativen Folgen der gesellschaftliche Umbruch vor 30 Jahren in Bezug auf die Arbeits- und Industriekultur mit sich brachte, wie sich generell die Arbeitsbedingungen geändert haben und welchen Herausforderungen wir heute in einer globalisierten Arbeitswelt zu bewältigen haben.

Brüche und Brücken

Ein Projekt im Rahmen von Sachsen im Dialog

Zeitraum
09. bis 11.2022

Projektkoordination
Thomas Haase (Projektleitung)

Kooperationspartner

Gefördert mit Mitteln der Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur