{"id":62225,"date":"2018-08-07T10:31:28","date_gmt":"2018-08-07T10:31:28","guid":{"rendered":"https:\/\/kulturaktiv.org\/?p=62225"},"modified":"2022-11-24T10:28:49","modified_gmt":"2022-11-24T10:28:49","slug":"magneuropa-gotz-schlotke","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/magneuropa-gotz-schlotke\/","title":{"rendered":"MAGnEUROPA G\u00f6tz Schl\u00f6tke"},"content":{"rendered":"\n<div class=\"wp-block-columns alignwide tw-gutter-no tw-cols-card tw-cols-card-border is-layout-flex wp-container-core-columns-is-layout-995f960e wp-block-columns-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-column is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<figure class=\"wp-block-image alignwide size-full tw-mb-7 tw-mt-0\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" width=\"582\" height=\"816\" src=\"https:\/\/kulturaktiv.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KulturAktiv-MAGnEUROPA-2018-1-Goetz-Schloetke-cover.jpg\" alt=\"\" class=\"wp-image-24832\"\/><\/figure>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-group alignwide has-palette-color-5-background-color has-background is-layout-flow wp-block-group-is-layout-flow\">\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Redaktion<\/strong><br>Simon Wolf, Holger Wendland<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Sprache<\/strong><br>Deutsch<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Printausgabe<br><\/strong>3 Euro<br>Verkauf im B\u00fcro<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\"><strong>Digitale Ausgabe<\/strong><\/p>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-buttons is-layout-flex wp-block-buttons-is-layout-flex\">\n<div class=\"wp-block-button\"><a class=\"wp-block-button__link wp-element-button\" href=\"https:\/\/kulturaktiv.org\/wp-content\/uploads\/2018\/08\/KulturAktiv-MAGnEUROPA-2018-1-Goetz-Schloetke.pdf\">Download<\/a><\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">\u00a9 Kultur Aktiv e.V. | 2018<\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n\n\n\n<div class=\"wp-block-column is-vertically-aligned-top is-layout-flow wp-block-column-is-layout-flow\">\n<h3 class=\"tw-mt-10 wp-block-heading\">Inhalt<\/h3>\n\n\n\n<h2 class=\"wp-block-heading\">G\u00f6tz Schl\u00f6tke<br>Gruppe Meier<\/h2>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1984 kam er ins Atelier der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Dresden, neugierig, obwohl Modell-Stehen sicher auch mit Geld zu tun hatte. Ihm war sein Job als Mechaniker leid geworden. Wir sahen ihn gern, so schlank und gro\u00df und durchscheinend, seine Knochen waren \u00fcberall sichtbar; er war anregend f\u00fcr Bildhauer, denen das Naturstudium zum Halse heraus hing.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er interessierte sich zunehmend f\u00fcr unsere Arbeit. G\u00f6tz begann zu zeichnen und zu modellieren, da er ja beim Modell-Stehen auch alle unsere Korrekturen mith\u00f6rte. Irgendwann schenkte Christian ihm eine Spiegelreflexkamera. Und so wurde er Photograph.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Er eignete sich schnell die technischen F\u00e4higkeiten der Lichtbildnerei an. F\u00fcrs Studium an der Leipziger Hochschule wurde er nicht zugelassen. Eine Lehre im Handwerk der Photographie zog er nicht in Betracht. So blieb er Autodidakt und entwickelte enorme F\u00e4higkeiten im Umgang mit den Laborger\u00e4ten bis hin zur Farb-Photographie. Unsere Plastiken waren seine ersten Motive. Nach und nach bestellten Kommilitonen und Professoren Aufnahmen ihrer Arbeiten gegen Entgelt.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1986 verlie\u00dfen wir alle die Hochschule. Damals nannten wir uns Gruppe Meier (Christian Sp\u00e4te, Tobias Stengel, Matthias Jackisch). Diese intensive Zeit fand auch dank seiner Photos gro\u00dfe Resonanz. G\u00f6tz begleitete fast alle unsere Aktivit\u00e4ten mit der Kamera. Wir wurden eingeladen, uns an verschiedenen Ausstellungen zu beteiligen, konnten reisen. G\u00f6tz durfte nie mit uns in den \u201eWesten\u201d. Er war in der DDR als Oppositioneller registriert. Bei den Protesten 1989 am Hauptbahnhof Dresden wurde er inhaftiert. Die Zusammenarbeit der Gruppe Meier endete nach der \u201eWende\u201d. Nicht aber die Freundschaft zu G\u00f6tz. Er dokumentierte weiterhin auch unsere Aktivit\u00e4ten als Einzelk\u00fcnstler.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">1992 fand seine erste Einzelausstellung in Berlin in der Galerie Zielke statt. Er zeigte damals vor allem gro\u00dfe Photo-Leinw\u00e4nde mit Direktablichtungen seines K\u00f6rpers, seine Photogramme. Werkaufnahmen in vielen K\u00fcnstler-Ateliers erm\u00f6glichten ihm eine weitreichende Vernetzung. Gebucht wurde er fortan ebenso von verschiedenen Theatern. Performance-Photographien zahlreicher Festivals fanden auf Ausstellungen internationale Beachtung.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"wp-block-paragraph\">Nebenbei wuchs sein Fundus an photographischen \u201eFundst\u00fccken\u201d. Anfangs noch dem Stillleben verwandt, trug er Verlorenes, Gestrandetes, \u00dcberfahrenes, Untergehendes und Auftauchendes immer eigenst\u00e4ndiger als Serien oder Werk-Komplexe zusammen. Anfangs noch streng in Schwarz und Wei\u00df, sp\u00e4ter farbig, betrieb er dieses Hinsehen. Und dann mailte er: \u201eIch photographiere jetzt das Licht.\u201d Diese Aufnahmen nannte er \u201eOlmec\u201d.<br>G\u00f6tz Schl\u00f6tke starb im Dezember 2001 an Krebs.<\/p>\n\n\n\n<p class=\"has-small-font-size wp-block-paragraph\"><em>Matthias Jackisch im Dezember 2017<\/em><\/p>\n<\/div>\n<\/div>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>RedaktionSimon Wolf, Holger Wendland SpracheDeutsch Printausgabe3 EuroVerkauf im B\u00fcro Digitale Ausgabe \u00a9 Kultur Aktiv e.V. | 2018 Inhalt G\u00f6tz Schl\u00f6tkeGruppe Meier 1984 kam er ins Atelier der Hochschule f\u00fcr Bildende K\u00fcnste Dresden, neugierig, obwohl Modell-Stehen sicher auch mit Geld zu tun hatte. Ihm war sein Job als Mechaniker leid geworden. Wir sahen ihn gern, so [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":3,"featured_media":62282,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","sticky":false,"template":"","format":"standard","meta":{"give_campaign_id":0,"footnotes":""},"categories":[606],"tags":[],"class_list":["post-62225","post","type-post","status-publish","format-standard","has-post-thumbnail","hentry","category-mag-neuropa-en"],"blocksy_meta":{"styles_descriptor":{"styles":{"desktop":"","tablet":"","mobile":""},"google_fonts":[],"version":7}},"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62225","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts"}],"about":[{"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/types\/post"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/users\/3"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/comments?post=62225"}],"version-history":[{"count":2,"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62225\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":62310,"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/posts\/62225\/revisions\/62310"}],"wp:featuredmedia":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media\/62282"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/media?parent=62225"}],"wp:term":[{"taxonomy":"category","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/categories?post=62225"},{"taxonomy":"post_tag","embeddable":true,"href":"https:\/\/kulturaktiv.org\/en\/wp-json\/wp\/v2\/tags?post=62225"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}