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Liebe Freundinnen und Freunde der Galerie nEUROPA,
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im Mai enden zwei Ausstellungen, die uns sehr am Herzen liegen. Doch zuvor gibt bei drei Begleitveranstaltungen die Möglichkeit zum Eintauchen.
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Diese Woche wurde Rostyslav Koterlin, Spiritus Rector der Ausstellung „Koloniale Landschaft“, 60 Jahre alt. Damit ist es ihm erlaubt, nach über vier Jahren Krieg sein Land erstmals wieder zu verlassen. Und diese Gelegenheit nutzt er und wird am kommenden Montag zusammen mit weiteren Protagonisten der Ausstellung zu einem Künstlergespräch in das Steinhaus Bautzen kommen. Die Künstler aus Iwano-Frankiwsk werden mit dem Publikum über das Thema „Koloniale Landschaft“, über ihre Werke aber auch über die allgemeine Situation von Kunstschaffenden in der Ukraine in Zeiten des Krieges debattieren.
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Bereits morgen werden in der Galerie nEUROPA die Folgen der Reaktorkatastrophe in Chornobyl von vor 40. Jahren in den Blick genommen. Zusammen mit dem Verein "Gemeinsam in die Zukunft" werden Stimmen aus Belarus zu hören sein. Außerdem wird zum Abschluss der Ausstellung am 29. Mai das Buch „Tschernobyl: Skizzen vom Ort des Geschehens“ von Oleg Veklenko in einer Lesung vorgestellt.
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Herzliche Einladung in das Steinhaus Bautzen und in die Galerie nEUROPA!
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Koloniale Landschaften
Galerie nEUROPA kooperiert mit dem Steinhaus e.V. in Bautzen
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Ausstellung Bis 11. Mai 2026
Steinhaus Bautzen, Steinstraße 37, 02625 Bautzen
Finissage mit Künstlergespräch 11. Mai 2026, 18:00 Uhr
Teilnehmende Künstler: Mykola Dzhychka, Rostyslav Koterlin, Dmytro Petryna, Yulia Petryna, Anatoliy Zvizhynsky
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„Koloniale Landschaft“ ist ein Ausstellungsprojekt in dem sich fünf ukrainische Künstler:innen mit dem Thema Kolonialismus in seinen historischen, politischen, ökologischen, sozialen und emotionalen Aspekten auseinandersetzen. Mit Mitteln der Malerei, der Fotografie und mit Fotocollagen zeigen sie vor allem „koloniale Landschaften“. Zur Finissage ist eine Gesprächsrunde mit beteiligten Künstler:innen geplant über ihre Erfahrung mit dem gegenwärtigen Kolonialismus und der Situation von Künstlern in Zeiten des Krieges. Durch die emotionale Herangehensweise bietet die Kunst eine fühlbare Ebene für die abstrakten Begriffe „Krieg“ und „Kolonialismus“, deren Wirkung ja weit über die Grenzen der Ukraine hinaus auch auf den Alltag hierzulande Einfluss haben. Denn auf der anderen Seite sind auch „Freiheit“, „Liebe“, „Demokratie“ abstrakte Begriffe, die täglich neu mit Leben erfüllt werden wollen. Allzu oft werden sie als selbstverständlich angesehen und ihr wahrer Wert erst erkannt, wenn sie in Gefahr sind.
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Kolonialismus ist ein uraltes Phänomen auf unserem Planeten, das der menschlichen Natur und der Natur im Allgemeinen eigen ist. In erster Linie verbinden wir mit dem Begriff „Kolonialismus“ die Eroberung von Lebensräumen, Territorien, Raum und Humanressourcen. Heute ist es jedoch auch ein versteckter, kompromissloser Kampf um die Unterwerfung des Verstandes und der Emotionen der Menschen. Wir können auch von Informations- und Technologiekolonialismus sprechen. Die sogenannte Post-Wahrheit, die unaufhörlich aus den Informationsnetzen strömt, gleicht einem digitalen Regenguss, vor dem kein Regenschirm schützen kann. Darüber hinaus werden jeden Tag mehr und mehr Menschen durch künstliche Intelligenz kolonisiert. Und dann gibt es noch die Idee der Kolonisierung des Mondes oder des Mars? Alle europäischen Länder waren in ihrer Geschichte auf die eine oder andere Weise mit Kolonialismus konfrontiert. Doch aufgrund Russlands Krieges ist das Thema Kolonialismus – und damit auch die Dekolonisierung – in der Ukraine heute von besonderer Aktualität. Der Angriffskrieg ist eine Folge nicht aufgearbeiteter Kolonialisierungen aus der Vergangenheit und deshalb ist es so wichtig, koloniale Überlagerungen zu erkennen und zu beseitigen. Das Ergebnis des Krieges wird die europäische Landschaft – sowohl die natürliche als auch die politische – unmittelbar prägen, wenn nicht sogar radikal verändern. Diese brutale, unmenschliche Form der Kolonisierung stellt eine große Gefahr für die Demokratie, nicht nur in der Ukraine, sondern in Europa insgesamt dar.
Es ist sehr wichtig, dass die Dekolonisierung in jeder Hinsicht auf der Achtung der irdischen und menschlichen Natur basiert. Die Sichtweise der Künstler:innen ist wichtig und besonders, denn Kunst ist nicht didaktisch, sondern wirkt auf Emotionen. Und die Kunst ist in der Lage, nicht nur vergangene Einflüsse zu beleuchten, sondern auch ihre zukünftigen Bilder zu projizieren. Als Warnung, Hoffnung oder Illusion?
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© Oleg Veklenko: "AKW Chornobyl, Mitte Mai" (1986)
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Spuren einer Apokalypse
Ein visueller Bericht aus der ersten Zone
Ausstellung zum 40. Jahrestag von Chornobyl
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Ausstellung Bis 31. Mai 2026
Lesung 8. Mai 2026, 19:00 Uhr 40 Jahre Chornobyl in Kooperation mit dem Verein Gemeinsam in die Zukunft e.V.
Finissage und Lesung 29. Mai 2026, 19:00 Uhr „Tschernobyl: Skizzen vom Ort des Geschehens“ von Oleg Veklenko (2017)
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Fotografien: Oleg Kutskiy (Odesa), Oleg Veklenko (Charkiw)
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Plakate: Internationale Charkiw-Triennale „The 4th Block“ / Wettbewerb 2026 „Chornobyl 40“ von Dmytro Miroshnichenko, Maria Sayenko, Milana Kochnova, Nadia Kiiko, Nataliia Kryvobok, Serafima Kabanets, Sergij Ianko, Sofia Katrich, Valeria Nikiforova
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Kuration: Elena Pagel und Iryna Guziy
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Galerie nEUROPA
Montag - Freitag: 10:00 - 16:00
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Bautzner Straße 49 | 01099 Dresden
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Die Galerie nEUROPA wird gefördert durch das Staatsministerium für Soziales und Gesellschaftlichen Zusammenhalt. Diese Maßnahme wird mitfinanziert mit Steuermitteln auf Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes im Rahmen des Förderprogramms »Wir für Sachsen«.
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Ein Projekt des Kultur Aktiv e.V.
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Bautzner Straße 49, 01099 Dresden, Deutschland
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