Ich höre zu – ein Jahr im Schweigen

Stille Begegnungen & achtsames Zuhören mit Künstler Daniel Beerstecher

Der Künstler Daniel Beerstecher wandert ein Jahr lang schweigend durch Deutschland und widmet sich vollständig der Kraft des Zuhörens. Durch diese radikale Performance lädt er Menschen entlang seines Weges ein, die transformative Wirkung von Stille und tiefem, aufmerksamen Zuhören hautnah zu erfahren. Die Wanderung verwandelt sich in sein mobiles Atelier, wo Begegnungen entstehen, die echte Verbindungen schaffen.

Kern der Performance

In direkten Begegnungen erforscht der Daniel Beerstecher, ob intensives Zuhören und echtes Interesse am Gegenüber Räume öffnen können, in denen tiefgründige, authentische Geschichten zum Vorschein kommen. Schweigen wird zur Kunstform – eine Form der Präsenz, die jenseits von Worten wirkt. Seine Erfahrungen als Performer und Achtsamkeitslehrer zeigen: Tiefe Verbindungen entstehen nur durch volle Aufmerksamkeit. Daher spielen „kontemplative Dyaden“ – meditative Zweiergespräche – und gemeinsames, bewusstes Wandern eine zentrale Rolle. Das Schweigen schafft innere Stille; wenn äußere Worte fehlen, beruhigen sich Gedanken, und Raum entsteht für freie, ehrliche Entfaltung.

Bedeutung in unserer Zeit

In einer Welt voller Polarisierung, Selbstdarstellung und aufmerksamkeitsgetriebener Dynamiken, wo Wut und Unterbrechungen dominieren, hebt dieses Projekt die leise Tugend des Zuhörens hervor. Echtes Zuhören ist das größte Geschenk, das wir einander machen können – ein Raum ungeteilter Aufmerksamkeit, in dem im Alltagslärm Verborgenes sichtbar wird. Die Begegnung mit dem Schweigenden sagt mehr als viele Worte und lädt zu echter Ruhe ein.

Weitere Infos zu Ablauf, Stationen und Buchung auch auf ich-hoere-zu.com

Werde Teil dieses außergewöhnlichen Projekts.

Daniel Beerstecher

Daniel Beerstecher – geboren 1979 in Schwäbisch Hall – lebt und arbeitet in Stuttgart, Rio de Janeiro und auf Reisen. Nach seinem Studium an der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Stuttgart (2003–2010) erhielt er zahlreiche Stipendien und Auszeichnungen und zeigt seine Arbeiten international – unter anderem in São Paulo, Rio de Janeiro, Istanbul, Frankfurt, Karlsruhe, Stuttgart und Berlin.

Seine künstlerische Praxis umfasst Installationen, Reise- und Videoperformances, in denen er auf ein zufälliges Publikum trifft und Kunst aus traditionellen Räumen in den öffentlichen Raum verlagert. Begegnung und Dialog mit Menschen bilden dabei das Herz seiner Arbeit – sie öffnen Räume für neue Perspektiven und stellen gewohnte Ordnungen in Frage.

Neues Kunstprojekt

Ab dem 20. Juni 2025 begibt sich Daniel Beerstecher auf eine einjährige, schweigende Wanderung durch Deutschland. Dieses radikale Performance-Projekt widmet sich ganz der Kraft des Zuhörens und lädt Menschen dazu ein, die transformative Wirkung von Stille und Präsenz zu erfahren.

Mehr Informationen unter: www.ich-hoere-zu.com

Ich höre zu – ein Jahr im Schweigen

Wir schaffen behutsame Räume für achtsames Erzählen und tiefes Zuhören. Im Zentrum stehen kontemplative Dyaden – intensive Zwiegespräche, in denen Menschen frei sprechen dürfen, während der Künstler schweigend, zugewandt und frei von Bewertung anwesend ist. Ergänzend dazu lädt Walk in Silence dazu ein, in Stille durch die Landschaft zu gehen, den eigenen Wahrnehmungen zu lauschen und Gedanken im geschützten Kreis zu teilen. So entsteht in einer lauter und polarisierter werdenden Welt ein seltener Ort, an dem Zuhören, Empathie und neues Verstehen wieder Platz finden.

Zeitraum
01-02.2026

Autor und Performer
Daniel Beerstecher

Koorperation

Das Projekt wird in Kooperation mit den Staatlichen Kunstsammlungen Dresden (SKD) umgesetzt.

Logo SKD Staatliche Kunstsammlungen Dresden