Ohne Frauen ist kein Staat zu machen

Ohne Frauen ist kein Staat zu machen
date
30. September 2021
10:00 - 16:00
location
Kultur Aktiv
Bautzner Straße 49, 01099 Dresden, Deutschland
info
Kontakt:info@kulturaktiv.org
Ausstellung musste kurzfristig abgesagt werden

In Ost-Europa gab es in den vergangenen Jahrzehnten Transformationen von historischer Tragweite, die von vielen Frauen mitgetragen wurden und werden. Veränderungen teilweise zum Nutzen der Frauen, aber auch viele, die ihnen schadeten. Neue Konflikte entstanden, alte Widersprüche traten wieder hervor, gegen die wir Frauen uns zur Wehr setz(t)en, an denen einige zerbrachen, während andere gestärkt daraus hervorgingen.

Wenn beispielsweise eine promovierte Physikerin über 20 Jahre erfolgreich eine Gemeinde als Bürgermeisterin voranbringt, ist das dann als positive oder negative Einwirkung von gesellschaftlichen Veränderungen auf ihr Leben und unsere Gesellschaft allgemein zu werten? Wenn sie ihren alten Beruf freiwillig an den Nagel gehängt hätte, könnten wir es sicher leichter als Chance verstehen, die jeder Veränderung innewohnt.

Wir leben in Transformationsgesellschaften, die generell ohne den Beitrag der Frauen nicht denkbar wären. Sei es die Biologin in den Weiten des Urals oder die Chemikerin in Dresden, sei es die Historikerin in Sachsen-Anhalt oder die Politikerin in Baschkortostan – ohne diese klugen, engagierten Frauen wäre die Gesellschaft nicht die, in der wir leben. 12 Frauen hebt diese Ausstellung aus der Vielzahl der zu würdigenden Frauen heraus, ohne die kein Staat zu machen ist.

Das Besondere an diesem Projekt der Rosa-Luxemburg-Stiftung ist, dass es nicht nur Fotos von Frauen in Transformationsgesellschaften präsentiert, sondern uns auch in unserem Wirken näherbrachte. Eine Fotografin aus Baschkortostan und eine Fotografin aus Sachsen haben zusammen geplant, fotografiert, diskutiert, um diese 12 Frauen in Bild und Text vorzustellen. Eine Dozentin der TU Dresden hat mit ihren Studierenden im Dolmetscherkurs Russisch die Texte in die jeweils andere Sprache übertragen.

Fotos: Gulnas Sakulina (Ufa) und Katja Ullmann (Dresden)

Das Ergebnis ist diese Ausstellung – eine gemeinsame Veranstaltung mit der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg, der TU Dresden, dem Büro Moskau der Rosa-Luxemburg-Stiftung (RLS) und der RLS Sachsen und Sachsen-Anhalt.