Dresden ist ansprechbar auf Lettisch

Sprache

Die lettische Sprache hat ihre Wurzeln im Baltikum und wird auf eine Geschichte von mehreren tausend Jahren zurückgeführt. Die ältesten schriftlichen Aufzeichnungen in Lettisch stammen aus dem 16. Jahrhundert, als die Sprache in religiösen Texten und Übersetzungen verwendet wurde.

Sie ist eine der beiden offiziellen Sprachen Lettlands und gehört zur baltischen Sprachgruppe der indogermanischen Sprachen. Sie ist eng mit der litauischen Sprache verwandt, jedoch nicht mit dem Estnischen, das zur finno-ugrischen Sprachfamilie gehört.In seiner heutigen Struktur ist das Lettische weiter entfernt vom Indogermanischen als das verwandte und benachbarte Litauische. Archaische Züge finden sich jedoch in den traditionellen Volksliedern und Gedichten (Dainas), wo Ähnlichkeiten mit Latein, Griechisch und Sanskrit deutlicher sind.

Die Sprache verwendet das lateinische Alphabet und hat 33 Buchstaben. Lettisch ist bekannt für seine komplexe Grammatik, einschließlich einer Vielzahl von Fällen und einer flexiblen Wortstellung. Es gibt auch zahlreiche Dialekte, die in verschiedenen Regionen Lettlands gesprochen werden. Lettisch ist nicht nur die Sprache des täglichen Lebens, sondern auch ein wichtiges Element der lettischen Kultur und Identität.

Lettisch hat eine reiche Geschichte und ist durch verschiedene Einflüsse geprägt, insbesondere durch das Deutsche, Schwedische, Russische und Polnische. Und auch in der jüngeren Geschichte, besonders in Zeiten der Russifizierung, musste diese Sprache ums Überleben kämpfen.

  • Integration in die EU: Der Beitritt Lettlands zur Europäischen Union im Jahr 2004 stellte eine weitere Gelegenheit dar, die lettische Sprache zu stärken und ihre Verwendung in internationalen Kontexten zu fördern.
  • Nationalbewegung: Zu Beginn des 20. Jahrhunderts, insbesondere während der nationalen Wiederbelebung im späten 19. und frühen 20. Jahrhundert, wurde Lettisch als Symbol nationaler Identität gefördert. Die Verwendung der Sprache in Literatur, Bildung und öffentlichen Angelegenheiten nahm zu.
  • Unabhängigkeit: Nach der Erklärung der Unabhängigkeit Lettlands im Jahr 1918 wurde Lettisch zur offiziellen Sprache des neuen Staates. Dies führte zu einer stärkeren Standardisierung und Förderung der Sprache in Schulen und Institutionen.
  • Sowjetische Besatzung: Während der sowjetischen Besatzung (1940-1941 und 1944-1990) erlebte die lettische Sprache eine Phase der Unterdrückung. Russisch wurde als dominierende Sprache in Verwaltung und Bildung eingeführt, was zu einem Rückgang der Verwendung von Lettisch in bestimmten Bereichen führte.
  • Wiedererlangung der Unabhängigkeit: Mit der Wiedererlangung der Unabhängigkeit Lettlands im Jahr 1990 wurde Lettisch erneut zur offiziellen Sprache erhoben. Dies führte zu einer Renaissance der lettischen Sprache, da sie in Bildung, Medien und öffentlichen Institutionen gefördert wurde.

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