Galerie nEUROPA – virtuelle Ausstellung Belarus.Protest.Kultur

Belarus besitzt eine überraschend gute Medienlandschaft abseits der staatlichen Radiosender und Fernsehstationen. Hierzu gehört das Nachrichtenportal tut.by, die in Polen ansässigen Medien Belsat und Euroradio oder die Wochenzeitung Nascha Niwa. Diese Medien mit ihren Journalistinnen und Journalisten berichten kontinuierlich von den Protesten. Ihre Bedeutung ist sogar noch gestiegen. Die staatliche Rundfunkanstalt, welche von den Protesten berichten wollte, ist durch russische Journalist:innen besetzt worden. Internationalen Journalist:innen wurden zunehmend Akkreditierungen entzogen.

Doch auch die unabhängigen belarusischen Medien erfahren Repression. So wurden die zwei Belsat-Journalistinnen Darya Chultsova und Ekaterina Andreeva zu zwei Jahren Haft verurteil. Ihr Vergehen: sie streamten live von einer Demonstration im November 2020. Das Foto oben zeigt sie während der Gerichtsverhandlung. Die mit einigen Fotografien an dieser Ausstellung beteiligte Journalistin Nadia Buzhan wurde im März 2021 kurzzeitig festgehalten. Auch weitere Journalisten und Journalistinnen erfahren staatliche Verfolgung. Der Webseite tut.by soll die Registrierung entzogen werden.

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